Abschluss Symposium 2021

Freitag 12. März 2021 | 10.00-15.00 Uhr | digital


Vielen Dank an alle Teilnehmenden und Expertinnen für die rege Diskussion, die vielen Beiträge und Ihr Engagement! Zusammen mit Ihnen konnten wir aus dem Symposium tolle und konstruktive Erfahrungen gewinnen.


Programm Inhalt


10.00 – 10.15 Begrüßung | Prof. Dr. Dorothee Alfermann

Status Quo

Im Wintersemester 2017/18 studierten insgesamt über 220.000 Personen Informatik, davon 21,4% Frauen und 78,6% Männer. Im Jahr 2018 sind mehr als 6.500 Personen in der Informatik zu einer Promotion eingeschrieben, davon 17,9% Frauen und 82,1% Männer. Ihre Promotion schließen im Jahr 2018 16,2% Frauen und 83,8% Männer erfolgreich ab. Die Professur als Ergebnis einer wissenschaftlichen Qualifizierung und des daran anschließenden akademischen Werdegangs wird dann 2018 von etwas mehr als 1.000 Personen eingenommen (inkl. Gastprofessuren), davon sind jedoch nur noch 125 Frauen (11,5%).


Ziel des Verbundprojektes

Mit der übergreifenden Zielsetzung des Verbundprojektes „DokIT“, die wissenschaftlichen Karrieren von IT-Promovendinnen zu fördern, wurde in einem ersten Schritt der aktuelle Stand der Promotions- und Arbeitsbedingungen von Doktorandinnen in den IT-Fächern erhoben, und dies auch vor dem Hintergrund möglicher Unterschiede zu Doktoranden in den IT-Fächern. Aus diesen Ergebnissen wurden in einem weiteren Schritt geeignete Maßnahmen abgeleitet, welche die akademischen Karrieren befördern können.



10.15 – 10.45 „Promotion ist meiner Erfahrung nach vor allem Selbstmotivation, Eigeninitiative, Durchhaltevermögen, und Selbstbewusstsein“. Ergebnisse aus Interviews und einer bundesweiten online-Befragung von IT-Doktorandinnen und IT-Doktoranden | Prof. Dr. Dorothee Alfermann & Dr. Swantje Reimann

Ausgehend von Interviews mit Doktorandinnen und Professor_innen zu wichtigen Themen im Promotionsgeschehen stellen wir im Vortrag eine Auswahl relevanter Ergebnisse der repräsentativen online-Befragung von Doktorandinnen und Doktoranden in den IT-Fächern vor.


Besonderes Augenmerk richten wir hierbei auf Bedingungen, unter denen Doktorandinnen und Doktoranden häufiger Krisen erleben und auch den Abbruch ihrer Promotion in Erwägung ziehen. Dies schließt vor allem Bedingungen ein, die als besonders belastend erlebt werden.


Aus den so rekonstruierten Indikatoren für einen möglichen Abbruch der Promotion möchten wir in einem zweiten Schritt Empfehlungen ableiten, die nicht nur Krisen verhindern, sondern die Karrieren positiv befördern können. Dabei stellen wir Maßnahmen auf struktureller/organisationaler sowie individueller Ebene vor.



10.45 – 11.15 Klassifikation von Problemen, Hindernissen und Schwierigkeiten für IT-Doktoranden und Doktorandinnen | Prof. Dr. Martin Bogdan & Mahsa Raeiati-Banadkooki

Basierend auf den Fragebögen des Projektes DokIT wurde ein System zur automatisierten Klassifikation zur Identifikation unterschiedlicher Interessenslagen während des Promotionsprozesses in den IT-Fächern entwickelt. Ziel des Systems ist es, eine entsprechende Unterstützung sowie Entscheidungshilfen für Promotionsinteressierte und Promovierende im Bereich der Informatik zu geben.


Um dieses Ziel auch für zukünftige Interessentinnen sicherzustellen - und dabei zukünftigen Entwicklungen der Gesellschaft Rechnung zu tragen - wurde das System mit Hilfe von selbstlernenden Verfahren des maschinellen Lernens realisiert. Im Rahmen des Vortrags werden wir dieses System vorstellen und dabei besonders auf die Schwierigkeiten eingehen, mit denen Promovierende in den IT-Fächern konfrontiert werden können.



Fünfminutenbewegungspause


11.20 – 11.50 Unterstützung von IT-Doktorandinnen durch digitale Plattformen | Prof. Dr. Rainer Alt

Im Rahmen des BMBF-Verbundprojektes DokIT entwickelten wir eine Cloud-Plattform zur Unterstützung von IT-Doktorandinnen. Auf Grundlage der empirischen Erhebungen extrahierten wir dafür zentrale Interessen der Doktorandinnen und übertrugen diese Anforderungen auf die Plattform.


So finden sich hier neben den Funktionalitäten zur Selbstpräsentation auch Inhalte zur Informationsgewinnung sowie Tools für die Vernetzung und den Erfahrungsaustausch. Außerdem konzipierten wir eine Community Strategie als konzeptionellen Rahmen für den Netzwerkaufbau, das u.a. fachliche Zusammenschlüsse im Netzwerk, wie etwa das Schreiben gemeinsamer Drittmittelanträge oder Publikationen sowie das Mentoring auf Zeit ermöglicht. Während des Vortrags möchten wir Ihnen diese Ergebnisse gerne näher präsentieren und freuen uns im Anschuss auf eine rege Diskussion.



11.50 – 12.20 Vorsprung durch Vernetzung, aber wie? Maßnahmen und Angebote des DokIT-Netzwerks | Prof. Dr. Enkelejda Kasneci

Im Kern des DokIT-Programms steht das neue aufgebaute Doktorandinnennetzwerk mit dem Ziel, die Vernetzung zu stärken und dadurch im Promotionsprozess einen Vorsprung zu schaffen. Im Rahmen dieses Vortrags werden die Angebote im Netzwerk mit besonderem Fokus auf das neu konzipierte Mentoring-Programm vorgestellt und diskutiert.



12.20 – 13.00 Mittagspause


13.00 – 14.00 Meet the Expert!

In diesen 60 Minuten stellen wir Ihnen als Doktorandin und Doktorand die Möglichkeit des „Mentoring auf Zeit“ näher vor, aber vor allem auch zur Verfügung:

Sie können Ihre Fragen zu einem bestimmten Themenbereich an eine Expertin stellen, aber auch Ihre Erfahrungen mit den anderen Gruppenteilnehmenden teilen. Bitte entscheiden Sie sich im Vorfeld der Anmeldung für einen Themenbereich und geben ihn bei der Anmeldung an, so dass wir Sie dann der jeweiligen Gruppe zuordnen können. Wir freuen uns, wenn Sie dieses Format ausprobieren wollen und die Unterstützung hilfreich finden!


Nach dem „meet the expert“ haben Sie in der Abschlussdiskussion die Möglichkeit, Ihr wichtigstes „Aha!“ zu teilen, aber auch weitere relevante Punkte anzusprechen.


1 – Erfolgreich promovieren mit Kind

In dieser Gruppe können Sie Fragen an die Expertin stellen, die sich mit den Herausforderungen der Vereinbarkeit von Familie(nplanung) und wissenschaftlicher Qualifizierung beschäftigen. Müssen sich Kinder und Karriere grundsätzlich ausschließen oder welche Möglichkeiten des guten Arbeitens und Lebens gibt es? Welche Unterstützung kann ich mir in Vereinbarkeitsfragen holen? Wie können Rollenvorbilder sichtbarer werden? Welche Erfahrungen haben Sie mit dem Thema Vereinbarkeit gemacht?


Expertin: Frau Dr. Ceenu George, PostDoc Medieninformatik, LMU


2 – Netzwerke

In dieser Gruppe können Sie alle Fragen zur Bedeutung und Wichtigkeit von Netzwerken für die akademische Karriere stellen, z.B.: Wofür sind welche Netzwerke wichtig und relevant, wie werde ich Mitglied eines Netzwerks, worauf achte ich, wen benötige ich dazu? Wann aktiviere ich "mein" Netzwerk, welche regelmäßigen Aktivierungen sind notwendig, gibt es ein „zuviel“?


Expertin: Frau Prof. Dr. Barbara Schwarze, Vorsitzende Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V., Bielefeld | www.kompetenzz.de


3 – Umgang mit Krisen

In dieser Gruppe können Sie die Expertin, den Experten zum guten Umgang mit Krisen in der Promotion befragen, denkbar wären Fragen z.B. nach: Welche Krisen und Hürden können während der Promotion auftreten, welche sind "normal", welche sollten besonders beachtet werden, an wen kann ich mich wenden bzgl. Unterstützung, was ist hilfreich, etc.?


Expertin: Promotionscoach Frau Dr. Jutta Wergen, Duisburg | coachingzonen-wissenschaft.de


4 – Spezifische Karriereberatung

In dieser Gruppe steht Ihnen die Expertin oder der Experte für Fragen zu Ihrer Karriere zur Verfügung, bspw.: Wie sollte ich meinen Lebenslauf strategisch aufbauen? Was benötige ich für eine akademische Karriere an einer Universität, was an einer FH? Welche zusätzlichen Qualifikationen sind nützlich? Ist der Wechsel zwischen Wirtschaft und Wissenschaft sinnvoll? Ab wann muss ich spätestens (m)eine Karriere planen? etc.


Expertin: Frau Prof. Dr. Agnes Koschmider, Wirtschaftsinformatik, Universität Kiel



14.00 – 15.00 Weiterdenken – Diskussion der Angebote und Perspektiven

Was war Ihr wichtigstes „Aha!“ in der letzten Stunde?


Zusätzlich diskutieren wir abschließend und ausblickend auch weitere Fragen, wie:

  • Sind die empfohlenen Maßnahmen ausreichend?
  • Was benötigt es zusätzlich, um Frauen Karrieren in der IT zu ermöglichen bzw. attraktiv genug zu gestalten?
  • Welche Erfahrungen wurden gemacht mit spezifischen Unterstützungen / Programmen?
  • Welche Fragen sind Ihnen wichtig, was möchten Sie mit uns und den Teilnehmenden (noch) diskutieren? Schreiben Sie dazu gern in Ihrer Anmeldung schon einige Stichworte auf.