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Doktorandinnen in IT – Analyse der Ist-Situation sowie Fördermaßnahmen – DokIT

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Verbundprojekt „DokIT“ verfolgt das Ziel, die Bedingungen von Informatik-Promotionen durch Doktorandinnen zu untersuchen, um die Promotionsquote von Frauen in diesem Bereich zu erhöhen und damit den Anteil weiblicher Nachwuchswissenschaftlerinnen und von Professorinnen in IT-relevanten Fachgebieten zu steigern. Damit sollen besonders die Gewinnung junger Frauen für Führungs- und Forschungspositionen im MINT-Bereich sowie eine bessere Einbindung des Potenzials junger Frauen in die Innovationskultur Deutschlands und den Digitalen Wandel erreicht werden.


Zum Hintergrund

Nach vorliegenden Ergebnissen des Statistischen Bundesamts sind in der Bundesrepublik Deutschland etwa 4000 Männer und weniger als 1000 Frauen mit dem Ziel einer Promotion in Informatik (einschließlich Informatikfächern wie Wirtschaftsinformatik und Medieninformatik) eingeschrieben. Ein erfolgreicher Abschluss der Promotion wird jährlich von etwa 150 Promovendinnen und demgegenüber von etwa 950 Promovenden erreicht. Es ist zu erwarten, dass für diesen Personenkreis die Promotion der Beginn einer erfolgreichen wissenschaftlichen und/oder beruflichen Karriere darstellt. Umso alarmierender ist die Tatsache, dass die Zahl der Promovendinnen seit Jahren stagniert, aber die der Promovenden steigt.


Das Projekt „Doktorandinnen in IT: Bundesweite Analyse der Situation und Fördermaßnahmen (DokIT)“ – ein Verbundvorhaben des Instituts für Angewandte Informatik e.V. und der Eberhard-Karls-Universität Tübingen – untersuchte dieses zahlenmäßige Ungleichgewicht. Dabei wurden zu Beginn qualitative Interviews mit Doktorandinnen und Professorinnen und Professoren zu den Bedingungen einer Informatikpromotion geführt. Darauf aufbauend wurde eine quantitative Befragung von Doktorandinnen und Doktoranden zu ihren Erfahrungen in Bezug auf ihren Promotionsprozess durchgeführt. Das Ziel war es, mögliche Unterschiede zwischen Doktoranden und Doktorandinnen in Bezug auf ihre finanzielle, soziale und psychologische Situation zu erfassen. Es war ebenso von Interesse, welche Erwartungen, Ziele und Fördermaßnahmen sie erhalten haben bzw. welche fehlen. Aus den Analysen resultierten Maßnahmen zur quantitativen und qualitativen Verbesserung der Situation der IT-Doktorandinnen, welche unter Förderliche Maßnahmen zu finden sind. Die Auswertung der Daten erfolgte sowohl mit klassischen statistischen Verfahren als auch mit Methoden des maschinellen Lernens. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen sind unter Publikationen zu finden. Parallel zu den Befragungen erfolgte der Aufbau eines Doktorandinnen-Netzwerks, das den Doktorandinnen die Möglichkeit bietet, fachlichen Austausch zu pflegen und sozialpsychologische wichtige Unterstützung durch Gleichgesinnte wie auch durch Expertinnen und Experten zu finden. Dieses Ziel wird außerdem durch den Aufbau einer Cloud-Plattform unterstützt, die im Projekt erprobt und evaluiert wird.


Das Verbundvorhaben "Doktorandinnen in IT: Bundesweite Analyse der Situation und Fördermaßnahmen (DokIT)" wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in der Förderlinie "Erfolg mit MINT - Neue Chancen für Frauen" unter den Förderkennzeichen 01FP1707 und 01FP1708 gefördert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Internetseite liegt bei den Autorinnen und Autoren.


Verbundpartner Leipzig

  • Prof. Dr. Dorothee Alfermann, Sportwissenschaftliche Fakultät, Universität Leipzig (Projekt-Koordination), E-Mail: alfermann@uni-leipzig.de
  • Prof. Dr. Rainer Alt, Institut für Angewandte Informatik, c/o Institut für Wirtschaftsinformatik, Universität Leipzig
  • Prof. Dr. Martin Bogdan, Institut für Angewandte Informatik, c/o Fakultät für Mathematik und Informatik, Abteilung Technische Informatik, Universität Leipzig
  • Maxi Herzog, Institut für Angewandte Informatik (InfAI) e.V., c/o Institut für Wirtschaftsinformatik, Universität Leipzig
  • Christopher Holl, Institut für Angewandte Informatik (InfAI) e.V., c/o Sportwissenschaftliche Fakultät, Universität Leipzig
  • Mahsa Raeiati-Banadkooki, Fakultät für Mathematik und Informatik, Abteilung Technische Informatik, Universität Leipzig
  • Dr. Swantje Reimann, Institut für Angewandte Informatik (InfAI) e.V., c/o Sportwissenschaftliche Fakultät, Universität Leipzig
  • Ehemalige Mitarbeiter*innen: Dr. Olaf Reinhold, Dorothee Ulrich

Verbundpartner Tübingen

  • Prof. Dr. Enkelejda Kasneci, Wilhelm-Schickard-Institut für Informatik, Lehrstuhl Human-Computer Interaction, Universität Tübingen, E-Mail: enkelejda.kasneci@uni-tuebingen.de, Tel.: +49 - (0) 70 71 - 29 - 74015
  • Lisa Fiedler, Wilhelm-Schickard-Institut für Informatik, Human-Computer Interaction, Universität Tübingen
  • Ehemaliger Mitarbeiter: Dr. David Geisler

Kontakt

  • Prof. Dr. Enkelejda Kasneci, Wilhelm-Schickard-Institut für Informatik, Lehrstuhl Human-Computer Interaction, Universität Tübingen, E-Mail: enkelejda.kasneci@uni-tuebingen.de, Tel.: +49 - (0) 70 71 - 29 - 74015